… Rückschau und Ausblick
Wie die meisten von euch sicherlich wissen, gibt es den mobilen Escape-Room UNbekanntes UNbehangen und seine fiktive Republik Fremdistan nun schon seit vier Jahren. Seitdem ist das Projekt viel herumgekommen. Über 4.000 Menschen haben bereits eine Aufenthaltserlaubnis für Fremdistan erspielt. Besonders in den letzten Wochen hat das Projekt viel mediale Aufmerksamkeit gewinnen können. Verschiedene Berichte und Reaktionen verlinken wir euch hier.
Wir möchten euch mit hineinnehmen, wo in diesem Jahr „UNbekanntes UNbehagen“ überwunden werden konnte, und eine Vorschau auf das kommende Jahr geben.
Stationen im vergangenen Jahr
Im Frühjahr 2025 öffnete der Escape Room im Treffpunkt „Projekt 46“ in Zwickau seine Türen und war damit zum ersten Mal zu Gast in einem ostdeutschen Bundesland. Das Konzept auch dort: In Gruppen von 3–7 Personen erleben Teilnehmende hautnah, wie es sich anfühlt, in einem fremden Land anzukommen. Sprache, Gesetze und Zeichen sind fremd, Informationen scheinen unklar. Geflüchtete übernehmen die Rollen von Grenzbeamt*innen in dem Spiel und laden anschließend zu einem Austausch über ihre tatsächlichen Erfahrungen in Deutschland und die Spieleindrücke der Teilnehmenden ein. Das Magazin Sozialcourage berichtete sehr nahbar über die Erlebnisse rund um den Escape-Room in Zwickau. Den ganzen Artikel könnt ihr hier nachlesen.
Dananch wanderte das Projekt weiter in die VHS nach Marl, wo die Integrationsagentur Recklinghausen die Einreise nach Fremdistan ermöglichte. Auch das dortige Team bestätigte, wie stark der Perspektivwechsel wirkt (s. Pressemitteilung) und der Projektleiter war begeistert:
« Ich danke euch, dass ihr mich bei allem, was zur Durchführung des Projektes erforderlich war, unterstützt habt! Es war eine unvergessliche Zeit, an die ich mich noch sehr lang zurückerinnern werde.
Möge Fremdistan noch viele Menschen erreichen und dadurch die Gesellschaft ein kleines Stück besser machen! »
Sascha Janz
Bis kurz vor Weihnachten war der Escape Room schließlich in der Duisburger Geschäftsstelle der Kindernothilfe zu erleben, worüber unter anderem die Neue Ruhr Zeitung (NRZ) berichtete. Auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen wagte sich in die Republik Fremdistan – dazu später mehr…
Studie & Evaluation: Neue Erkenntnisse
Das Projekt wird bereits seit 2023 wissenschaftlich begleitet. Seit Zwickau werden zusätzlich Vorbefragungen eingesetzt, um die Wirkung auf die Teilnehmenden noch besser messbar zu machen. Ein aktueller Zwischenbericht zu den bisherigen Ergebnissen ist auf der Homepage des UNbekannten UNbehagens veröffentlicht.
Ein neues Level medialer Reichweite
Neben zahlreichen Artikeln und Radioberichten gab es in der letzten Zeit zwei Medienpräsenz-Highlights, die uns besonders zum Staunen gebracht haben.
Der Instagram-Kanal kugelzwei der ARD zählt mit seinen 273 Tausend Followern (Stand Dezember 2025) zu den gern besuchten Accounts. kugelzwei teilt regelmäßig kurze Videos über Konzepte, Ideen und Projekte, die zukunftsorientierte und konstruktive gesellschaftliche Relevanz vermitteln. Ende November wurde darunter auch ein Beitrag über unseren Escape-Room veröffentlicht. Mittlerweile hat dieses Video über 1 Millionen Views und mehr als 88 Tausend Likes. Damit übertrifft er sogar die Reichweite der meisten anderen kugelzwei-Beiträge deutlich.
Darüber hinaus berichtete Die Zeit über unser Projekt in ihrem Nachrichtenpodcast „Was jetzt?“ vom 10.12.2025. Der Podcast befindet sich aktuell auf Platz 29 der Top-Spotify-Podcasts in Deutschland. Wer das gerne nachhören möchte, kann hier auf Minute 8:27 vorspulen.
Dieses Jahr beenden wir mit der Krönung der Berichterstattungen. In der Woche vor Weihnachten strahlte das ARD-Morgenmagazin einen 6-minütigen Bericht über das UNbekannte UNbehagen aus. Davon wussten wir im Vorfeld. Was uns dann doch sehr freudig überrascht hat, war, dass die Tagesschau den Beitrag um 17 Uhr desselben Tags übernommen hat. Schaut euch das hier unbedingt an!
Das erfreuliche Resultat: Jana und Nadja erreichen aktuell zahlreiche Anfragen aus dem gesamten Bundesgebiet und Luxemburg. Mal schauen, wohin es das UNbekannte UNbehagen in 2026 führt. Der Tourkalender füllt sich jedenfalls stetig.
UNUN 2.0 entsteht
Um mehr Schulen und kleineren Vereinen die Projektumsetzung zu ermöglichen, basteln Jana und Nadja an einer kompakteren „Zelt-Version“ des UNbekannten UNbegahgens. Das ist möglich dank Förderung durch die Stiftung Mercator.
Das Ziel: Ein Set, das weniger Raum benötigt, leichter zu transportieren und deutlich schneller auf- und abzubauen ist. Damit können künftig auch kürzere Spielzeiten in Klassenzimmern, Jugendtreffs, Gemeindesälen oder vergleichbaren Räumen realisiert werden.
Im Januar wird das neue Set in Kooperation mit dem Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel erstmals getestet.
Wir halten euch auf dem Laufenden!




